Digitale Abformung und moderne CAD/CAM-Verfahren ermöglichen
heute eine äußerst präzise Erfassung und Verarbeitung der
intraoralen Situation. Doch selbst ein hochgenauer Datensatz bildet
zunächst nur einen Teil der für die zahntechnische Umsetzung
relevanten Informationen ab.
Für eine patientenbezogene Versorgung ist auch entscheidend, wie
sich die dentale Situation räumlich zum Gesicht des Patienten
verhält. Gesichtsproportionen, Mittellinie, Lachlinie und die
individuelle Ausrichtung des Oberkiefers liefern wichtige zusätzliche
Bezugspunkte für Funktion und Ästhetik.
Genau hier erweitert der 3D-Gesichtsscan unseren digitalen
Workflow: Er ergänzt die präzisen dentalen Daten um die
individuelle Gesichtssituation des Patienten.
3D-Gesichtsscan mit RAYFace
RAYFace - die zusätzliche räumliche Referenz
Was bedeutet das konkret für die Praxis
Wo setzen wir RAYFace sinnvoll ein?
RAYFace erfasst das Gesicht des Patienten dreidimensional und
ergänzt die vorhandenen dentalen Daten um eine räumliche
Referenz.
Durch die Zusammenführung mit den intraoralen Scandaten oder
Modellscandaten kann die dentale Situation im individuellen
Bezug zum Gesicht betrachtet werden.
Die zusätzlichen patientenbezogenen Informationen ermöglichen eine
gezieltere Planung und Konstruktion des Zahnersatzes.
Ziel ist es, das definierte Behandlungsergebnis möglichst direkt
umzusetzen und nachträgliche Korrekturen zu minimieren.
Ästhetisch anspruchsvolle Frontzahnversorgungen
Der dreidimensionale Bezug zum Gesicht unterstützt die Beurteilung von Mittellinie, Zahnachsen, Lachlinie,
Schneidekantenverlauf und Proportionen. So kann die Gestaltung der Frontzähne von der Planung bis zur zahntechnischen
Umsetzung im individuellen Gesichtskontext betrachtet werden.
Funktionell anspruchsvolle Versorgungen und Bisshebungen
Bei ausgeprägtem Verlust der vertikalen Dimension liefert die dreidimensionale Gesichtssituation zusätzliche Referenzen für
die Rekonstruktion. Insbesondere bei der Beurteilung des Verlusts der vertikalen Dimension und der angestrebten
Frontzahnlänge können Gesichtsproportionen in die Planung mit einbezogen werden.
Umfangreiche prothetische Rekonstruktionen und komplexe Gesamtrehabilitationen
Je umfangreicher eine Versorgung, desto wichtiger wird das Zusammenspiel von Funktion, Ästhetik und individueller
Patientensituation. Der 3D-Gesichtsscan schafft hierfür eine zusätzliche räumliche Referenz, die von der Planung bis zur
zahntechnischen Umsetzung genutzt werden kann.
3D-Gesichtsscan im Workflow
Der 3D-Gesichtsscan ist für uns kein Gimmick, sondern eine
konsequente Erweiterung des digitalen Workflows. Entscheidend ist, die
zusätzlichen patientenbezogenen Informationen dort einzusetzen, wo sie
für Planung und Umsetzung einen echten Mehrwert bieten.
Gerne besprechen wir gemeinsam mit Ihnen, bei welchen Versorgungen
der Einsatz von RAYFace sinnvoll ist und wie sich der Gesichtsscan in
den gemeinsamen Workflow integrieren lässt.